Diver ID
Für Tauchbasen

Haftungsausschluss und Risikoaufklärung

Zwei Dokumente, die oft in einem Atemzug genannt werden, tun Verschiedenes: Die Risikoaufklärung sagt dem Gast, worauf er sich einlässt. Der Haftungsausschluss regelt, wofür die Basis nicht haftet. Beide sind nur so viel wert, wie sie nachweisbar und verstanden sind.

Der Unterschied, der in der Praxis zählt

DokumentZweck
Risikoaufklärung Der Gast bestätigt, dass er die typischen Gefahren des Tauchens kennt und bewusst in Kauf nimmt.
Haftungsausschluss Der Gast verzichtet in dem Rahmen, den das jeweilige Recht zulässt, auf Ansprüche gegen die Basis.
Hausregeln Die Regeln dieser einen Basis: Bootsordnung, Tiefenlimits, Absagefristen, Umgang mit Ausrüstung.

Ein Haftungsausschluss ist nirgends ein Freibrief. Vorsätzliches und grob fahrlässiges Verhalten lässt sich nicht wegunterschreiben, und in vielen Rechtsordnungen gilt das auch für Körperverletzung. Was ein gut gemachtes Dokument dagegen leistet: Es zeigt, dass der Gast informiert war - und genau darum geht es im Streitfall meistens.

Der wichtigste Punkt

Eine Unterschrift unter einem Text, den der Gast nicht lesen konnte, hilft niemandem. Deshalb legt Diver ID die Erklärungen in der Sprache des Gastes vor - aus 18 Sprachen - und speichert mit, welchen Wortlaut er gesehen hat.

Worauf es bei der digitalen Unterschrift ankommt

Minderjährige

Unter 18 unterschreibt der Gast nicht allein: Es braucht die Zeichnung eines Erziehungsberechtigten. In Diver ID wird beim Anlegen eines minderjährigen Profils nach bis zu zwei Erziehungsberechtigten gefragt, und jedes Check-in-Dokument verlangt beide Unterschriften. Am 18. Geburtstag wird das automatisch stillgelegt - danach unterschreibt der Gast selbst.

Verbandsformulare einbinden

Viele Basen brauchen zusätzlich die Formulare ihrer Tauchorganisation, etwa für einen Kurs, ein Speciality oder Schnuppertauchen. Solche Dokumente laden Sie einmal als PDF hoch oder fotografieren sie ab; danach werden sie jedem passenden Gast automatisch zur Unterschrift vorgelegt und mit demselben Protokoll gesichert wie der übrige Check-in. Voraussetzung ist, dass Sie die Nutzungsrechte des Verbands für diese Dokumente haben.

Häufige Fragen

Ist eine digitale Unterschrift beim Tauchen rechtsgültig?

In den meisten Tauchdestinationen ja - entscheidend ist, dass nachweisbar bleibt, wer wann welchen Text unterschrieben hat. Genau dieses Protokoll hängt an jeder Unterschrift. Die Rechtslage der wichtigsten Länder ist auf der Seite zur E-Signatur zusammengetragen; in Einzelfällen bleibt ein Papier-Original die vorsichtigere Wahl.

Muss ein Gast bei jedem Besuch neu unterschreiben?

Nicht bei jedem. Der Haftungsausschluss gilt gegenüber Ihrer Basis und bleibt bestehen; die Risikoaufklärung wird nach einigen Jahren erneuert, der Gesundheitsfragebogen jährlich. Bei einer fremden Basis wird der Haftungsausschluss immer neu unterschrieben, weil ein anderer Name darin steht.

Wie funktioniert das bei Kindern und Jugendlichen?

Bis 18 unterschreibt zusätzlich ein Erziehungsberechtigter. Das Profil fragt beim Anlegen nach bis zu zwei Personen, und jedes Dokument verlangt beide Unterschriften. Am 18. Geburtstag fällt das automatisch weg.

Können wir unsere eigenen Hausregeln unterschreiben lassen?

Ja. Eigene Regeln und Hinweise ergänzen Sie in den Einstellungen und sie werden Teil des Check-ins - mit Unterschrift und Protokoll wie alles andere.

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