Unterlagen für den Tauchurlaub
Diese Liste ist kurz, und trotzdem fehlt fast immer etwas. Das liegt daran, dass alle fünf Dinge an verschiedenen Orten liegen und nur eines davon ins Portemonnaie passt.
Was die Basis sehen will
- Brevet. Die höchste Zertifizierung, dazu Specialities, die für deine geplanten Tauchgänge zählen - Nitrox, Tief, Trocken, Wrack.
- Tauchärztliches Attest, wenn du eines hast oder die Basis es verlangt. Prüf das Ablaufdatum, nicht nur die Existenz.
- Versicherungsnachweis mit Anbieter und Policennummer. Eine Reisekrankenversicherung deckt Tauchunfälle oft nicht ab - das ist der Punkt, an dem es teuer wird.
- Logbuch, oder mindestens: Wie viele Tauchgänge hast du, wann war der letzte, wie tief war der tiefste. Nach einer längeren Pause fragt jede gute Basis danach.
- Notfallkontakt. Name, Telefonnummer mit Landesvorwahl, Verhältnis zu dir. Eine Nummer ohne Vorwahl ist im Ausland nutzlos.
Nach unserer Erfahrung in dieser Reihenfolge: das Ablaufdatum des Attests, die Policennummer der Versicherung, und die Landesvorwahl beim Notfallkontakt. Alles drei würde man am Abend vorher in zwei Minuten erledigen - wenn man daran dächte.
Was du nicht brauchst
Ausgedruckte Kopien von allem. Ein Foto in ausreichender Schärfe wird praktisch überall akzeptiert, solange man Name, Nummer und Datum lesen kann. Was du dagegen wirklich nicht brauchst: die einzige Kopie eines Dokuments in einem Rucksack, der auf einem Boot liegt.
Der Tipp, der am meisten Zeit spart
Frag vor der Anreise, ob die Basis einen Check-in vorab anbietet. Immer mehr Basen schicken mit der Buchungsbestätigung einen Link, über den du alles von zu Hause aus ausfüllst. Der Unterschied am Ankunftstag ist enorm: Wer fertig ankommt, bekommt seine Ausrüstung, während die anderen Formulare ausfüllen.
Genau das ist der Punkt von Diver ID: Du legst diese fünf Dinge einmal an und hast sie bei jeder Basis dabei - bei Basen mit Diver ID direkt im Check-in, bei allen anderen als PDF, das du zeigen oder schicken kannst. Und weil das Profil dir gehört, sieht eine Basis nur, was sie für deinen Check-in braucht.
Kurz vor dem Flug
- Attest: Ablaufdatum nach dem Rückflugdatum?
- Versicherung: deckt sie Tauchen, und wie lautet die Nummer?
- Brevet: als Foto auf dem Handy, nicht nur als Karte im Koffer?
- Notfallkontakt: Nummer mit Landesvorwahl?
- Letzter Tauchgang länger als ein Jahr her? Dann plane einen Auffrischungstauchgang ein, statt am ersten Tag zu improvisieren.
Häufige Fragen
Reicht ein Foto vom Brevet, oder brauche ich die Karte?
Ein lesbares Foto wird praktisch überall akzeptiert. Wichtig ist, dass Name, Nummer und Organisation erkennbar sind. Die Karte zusätzlich dabeizuhaben schadet nicht.
Deckt meine Reiseversicherung Tauchunfälle ab?
Oft nicht, oder nur bis zu einer bestimmten Tiefe. Prüf das im Kleingedruckten und nimm sonst eine eigene Tauchversicherung - die Kosten einer Kammerbehandlung sind der Grund, warum Basen danach fragen.
Was, wenn ich länger nicht getaucht bin?
Dann sag es der Basis von selbst. Nach einem Jahr Pause ist ein Auffrischungstauchgang die vernünftige Wahl - und billiger als ein abgebrochener erster Tauchtag.
Kann ich vor der Anreise einchecken?
An Basen mit Diver ID ja: Du füllst alles über einen Link aus und kommst fertig an. Frag bei der Buchung danach, viele Basen verschicken den Link mit der Bestätigung.
Dein Tauchprofil kostenlos anlegen
Zertifizierungen, Attest, Versicherung und Notfallkontakt an einem Ort - und beim nächsten Tauchurlaub in Sekunden eingecheckt. Für Taucher dauerhaft kostenlos, ohne App-Download.
